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Anleitung recycelte Buddel-Füßlinge

Was macht man mit einem Krabbelkind im Garten?
Bisher war die Antwort einfach: Sonnenhut auf und barfuß! Nun ist es hier herbstlicher geworden und ich freute mich schon, dem Kind die Matschhose anzuziehen. Erst als es konkret wurde, fiel mir auf, dass ich nicht über die Füße nachgedacht hatte. Die werden ja auch kalt und nass!
Das Internet verriet mir unwissender Erstlings-Mutter, dass es wasserdichte Füßlinge gibt. Aber ich wollte natürlich SOFORT raus! Also – selber basteln. Und innerhalb von 10 Minuten entstanden aus den Ärmeln meiner alten Regenjacke (aus der auch die Jacke entstanden ist, die das Kind auf dem Bild trägt) diese Füßlinge:Füßlinge_angezogen

Die Vorgehensweise war sehr einfach:
1. Ärmel (mit Futterstoff) schräg abschneiden – die kurze Seite ist bei uns ca. 15 cm lang, die lange ca. 20 cm.Ärmel abgeschnitten
2. Auf links wenden und die abgeschnittene Seite zunähen. (Je nach Nässe draußen ggf. die Naht absteppen und mit Seam Grip (Nahtversiegelung) behandeln, in normal feuchtem Gras/Erde/Sand ist das meiner Erfahrung nach aber nicht nötig)Füßlinge fertig
3. Wenden, anziehen, Klettverschluss des „Ärmels“ eng am Kinderbein schließen.

Da ich nicht wusste, ob die vorhandenen Klettverschlüsse eng genug schließen, hatte ich mir ursprünglich überlegt, die obere Seite mit einem Tunnelzug und Gummikordel zum Fixieren zu versehen. Das hält besonders bei sehr bewegungsfreudigen Kindern wahrscheinlich besser als Klett. Der Praxistest zeigte jedoch: Die Füßlinge halten auch beim Krabbeln im Garten sehr gut!Füßlinge_angezogenFüßlinge_angezogen

Fazit: Die Funktionalität ist top! Etwas kleiner hätten sie sein können, aber sie stören auch so nicht beim Krabbeln und es passen beliebig dicke Socken drunter. 🙂

Das war wirklich kreativ, deshalb verlinke ich erstmals beim Creadienstag!

Hausschuh-Socken

Hausschuh 1Was hilft bei fröstelnden Füßen, wenn es kühler wird? Dicke Socken natürlich! Da meine Strickkompetenzen leider für so etwas nicht ausreichend sind, entschied ich mich dafür, welche zu nähen.
Ich fand dieses Schnittmuster (DANKE an dieser Stelle an alle Menschen, die sowas kostenlos zur Verfügung stellen!), war begeistert und legte los.

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Da ich die Socken als Hausschuh-Ersatz tragen will, nahm ich Fleece als Material und nähte ich die Sohle doppelt mit Wollwalk. Außerdem änderte ich die Spitze etwas ab, so dass eindeutig ein linker und ein rechter Strumpf entstanden. Verziert mit einem Webband – fertig!Socken angezogen

Obwohl, noch nicht ganz. Wollwalk ist sehr rutschig und so behandelte ich die Sohlen noch mit Socken-Stopper. Das hat wirklich gut funktioniert!SockenstopMeine Mutter hat auch welche bekommen – allerdings ohne Stopper, da sie die Socken auch gern im Bett trägt. Ich bin gespannt, wie lange die Teile halten werden (teure gekaufte wetzen ziemlich schnell durch, finde ich) und versuche mich vielleicht noch an Versionen für Mann und Kind.

Recycelte Fleecejacke

Für kühlere Sommertage habe ich dem Kind eine Fleecejacke genäht. Irgendwann gehörte die einmal meiner Mitbewohnerin, dann mir, dann meiner Mutter und dann wurde sie aufgrund eines Brandlochs nicht mehr benutzt.
Nun ist sie verkleinert und ein bisschen kindgemäß aufgepeppt worden und passt super!Fleecejacke

Der Schnitt ist Schnabelinas Mini-JaWePu in Größe 80 mit Bündchen an den Ärmeln für längeres Mitwachsen und improvisierter Knopfleiste statt eines Reißverschlusses.
Ich habe nur den Kragen mit Jersey gefüttert, den ich auch für die Taschen verwendet habe. So sind die letzten Schnipsel von dem tollen Elefantenstoff optimal in Szene gesetzt worden! 😉Fleecejacke am Kind

Sommerhut

Bald geht es in den Urlaub und dieser Hut schützt das inzwischen robbende Kind nicht mehr ausreichend.
Deshalb habe ich ihm heute während seines Mittagsschlafs dieses Modell genäht:Sommerhut

Der Schnitt ist wieder von Schnabelina, dieses Mal der Sommerhut. Mit großem Schirm und großem Nackenschutz.
Die Bändel wollte ich eigentlich auch aus dem gestreiften Stoff nähen, habe aber vergessen, ein langes, zusammenhängendes Stück übrig zu lassen… und so habe ich sie aus fertigem Schrägband gemacht. Farblich finde ich das sehr schön!Kind in Sommerhut

Die Stoffe sind aus meiner Restekiste, ich wollte es hell und schlicht. Auch wenn die Bilder indoor aufgenommen wurden – wir haben den Hut heute auch schon draußen in der Sonne getestet. Das Kind ist vom Aufsetzen zwar nicht begeistert, aber hat auch keine Versuche unternommen, ihn sich wieder vom Kopf zu reißen. Sehr gut!
Und auch die Größe (KU 48) habe ich gut geschätzt (ich habe immer nur ans Messen gedacht, wenn der Kurze gerade geschlafen hat…), ohne Bändel wäre der Hut etwas zu groß. Durch die Raffung sieht er nun sehr süß aus und passt bestimmt noch den ganzen Sommer und vielleicht sogar noch nächstes Jahr.Kind in Sommerhut  Kind in Sommerhut

Verlinkt bei kiddikram.

Sommershirts

3 ShirtsSommer! Das Baby braucht (T-)Shirts! Alle drei sind nach dem von mir geliebten Raglan-Schnitt von Klimperklein in Größe 74.

Eines hat ganz kurze Ärmel und ist aus Streifenjersey vom Stoffmarkt und Elefanten (es wurde schon öfter getragen und gewaschen, aber noch nie gebügelt, ahem…).T-Shirt

Dann habe ich ein kaputtes T-Shirt vom Mann wiederverwertet. Farblich passen die Ärmel nicht 100%ig, aber ich finde es toll! Da der Stoff nicht mehr so dehnbar war, habe ich Vorder- und Hinterteil etwas breiter zugeschnitten und die Ärmel entsprechend angepasst.cooles T-ShirtBeatsteaks!Und schließlich wurde auch noch ein Oberteil von mir recycelt. Hierbei habe ich (neben dem Saum an Ärmeln und Unterkante, ich bin ja etwas faul 😉 ) die „Funktion“ beibehalten, dass man die Ärmel aufgekrempelt durch einen Knopf fixieren kann. Ich selbst habe das allerdings nie wirklich genutzt und bin gespannt, ob der neue Besitzer dies tun wird, hihi.Knopfärmel-Shirt