Regen

Heute, am Mittwoch, hat uns der Weg zu einer kleinen Campingwiese am nördlichen Ufer des Þingvallavatn geführt. Von unserem Zelt haben wir einen wunderbaren Blick über den See.

SchlafzimmerUnd inzwischen regnet es auch nicht mehr, aber dazu später mehr.
Vorher wollen wir unseren gestrigen Kampf mit der „Metropole“ kurz anreißen. Nachdem wir unsere Räder abgeholt hatten, (es funktioniert soweit wieder alles – Zitat Mechaniker: das wackelt zwar ein bisschen, aber das passt schon…) fuhren wir wie geplant in Richtung Osten aus der Stadt, oder besser gesagt, wir versuchten es. Es scheint einfach nicht vorgesehen zu sein, mit dem Rad aus Reykjavík heraus zu fahren. Einzig riesige, wie Autobahnen wirkende Straßen führen aus dieser Stadt. Daneben vereinzelt Radwege, mal links, mal rechts, mal gar nicht.. Nungut, nach ca. drei Stunden fahren, schieben, wieder umdrehen, Böschung hochschieben, Golfplätze überqueren (davon gibt es sehr viele) über riesige Straßen rennen usw. haben wir es uns in Mosfellsbær auf einem kleinen Campingplatz gemütlich gemacht.

 

SonnenuntergangHeute Morgen beim Aufwachen hat es leicht geregnet. Wir haben kurz diskutiert, ob wir direkt Regenhosen anziehen sollen… Wir entschieden uns dafür – eine richtige Entscheidung. Wir fuhren durch starken, prasselnden, leichten und mittelstarken Regen. Wir hatten natürlich auch regenfreie Passagen – so für 2 Minuten. Aber die Landschaft war trotzdem toll und mit dem richtigen Outfit macht das ja auch durchaus Spaß, eine Zeit lang.

 

RegenAls wir nach etwa 35 km von außen (durch beschriebenen Regen) und von innen (durch unsere sportliche Fortbewegungsart über mehrere Anstiege ;)) klitschnass waren, erreichten wir Þingvellir, einen landschaftlich beeindruckenden und geschichtsträchtigen Ort. Zwischen 930 und 1798 wurde hier Open Air das Althing abgehalten, durch das z. B. das Christentum in Island angenommen wurde oder Urteile vollstreckt wurden; in den extra zum Versammlungsort umgeleiteten Fluss wurden bspw. Ehebrecherinnen geworfen!
Hier sieht man den Ort, den wir im Regen durchwanderten, von einem Aussichtspunkt aus:

AbendbrotUnd jetzt Abendessen: „Ist lecker gewesen!!“