Automatische Sicherung von mysql-Datenbanken

Mein Server ist derzeit eine Virtuelle Maschine (ubuntu 16.04 amd64) in Virtualbox. Als Host dient ein „HP ProLiant Microserver N40L“ auf dem lubuntu 16.04 amd64 läuft. Auf dem Server läuft wordpress (dieser blog) und nextcloud. Bei der Server-Maschine läuft das System auf der virtuellen Festplatte und die Daten sind über eine Gasterweiterung eingebunden.

Um die Datenbanken von mysql, in diesem Fall von der nextcloud, zu sicher habe ich ein mini-Skript geschrieben. Dieses lasse ich jeden Abend von cron ausführen.

Skript:

sudo vim /usr/local/sbin/backup-sql-db.sh

#!/bin/bash

sudo -u www-data php /var/www/html/wanda/occ maintenance:mode –on

mysqldump –single-transaction -u<user> -p<password> <database> > /ort/der/sicherung/sicherung-sqlbkp_$(date +%Y%m%d).bak

sudo -u www-data php /var/www/html/wanda/occ maintenance:mode –off

exit 0

Die Sicherung wird automatisch mit dem heutigen Datum versehen und am /ort/der/sicherung/ abgelegt.

Nun das ganze noch in die crontab eintragen:

sudo crontab -e


45 21 * * * /usr/local/sbin/backup-sql-db.sh
# <- Achtung! nach der letzten Zeile, die etwas machen soll, muss noch ein leere Zeile folgen!

Ab jetzt wird jeden Abend um 21:45 eine Sicherung aller mysql-Datenbanken erstellt.

Anleitung recycelte Buddel-Füßlinge

Was macht man mit einem Krabbelkind im Garten?
Bisher war die Antwort einfach: Sonnenhut auf und barfuß! Nun ist es hier herbstlicher geworden und ich freute mich schon, dem Kind die Matschhose anzuziehen. Erst als es konkret wurde, fiel mir auf, dass ich nicht über die Füße nachgedacht hatte. Die werden ja auch kalt und nass!
Das Internet verriet mir unwissender Erstlings-Mutter, dass es wasserdichte Füßlinge gibt. Aber ich wollte natürlich SOFORT raus! Also – selber basteln. Und innerhalb von 10 Minuten entstanden aus den Ärmeln meiner alten Regenjacke (aus der auch die Jacke entstanden ist, die das Kind auf dem Bild trägt) diese Füßlinge:Füßlinge_angezogen

Die Vorgehensweise war sehr einfach:
1. Ärmel (mit Futterstoff) schräg abschneiden – die kurze Seite ist bei uns ca. 15 cm lang, die lange ca. 20 cm.Ärmel abgeschnitten
2. Auf links wenden und die abgeschnittene Seite zunähen. (Je nach Nässe draußen ggf. die Naht absteppen und mit Seam Grip (Nahtversiegelung) behandeln, in normal feuchtem Gras/Erde/Sand ist das meiner Erfahrung nach aber nicht nötig)Füßlinge fertig
3. Wenden, anziehen, Klettverschluss des „Ärmels“ eng am Kinderbein schließen.

Da ich nicht wusste, ob die vorhandenen Klettverschlüsse eng genug schließen, hatte ich mir ursprünglich überlegt, die obere Seite mit einem Tunnelzug und Gummikordel zum Fixieren zu versehen. Das hält besonders bei sehr bewegungsfreudigen Kindern wahrscheinlich besser als Klett. Der Praxistest zeigte jedoch: Die Füßlinge halten auch beim Krabbeln im Garten sehr gut!Füßlinge_angezogenFüßlinge_angezogen

Fazit: Die Funktionalität ist top! Etwas kleiner hätten sie sein können, aber sie stören auch so nicht beim Krabbeln und es passen beliebig dicke Socken drunter. 🙂

Das war wirklich kreativ, deshalb verlinke ich erstmals beim Creadienstag!

Hausschuh-Socken

Hausschuh 1Was hilft bei fröstelnden Füßen, wenn es kühler wird? Dicke Socken natürlich! Da meine Strickkompetenzen leider für so etwas nicht ausreichend sind, entschied ich mich dafür, welche zu nähen.
Ich fand dieses Schnittmuster (DANKE an dieser Stelle an alle Menschen, die sowas kostenlos zur Verfügung stellen!), war begeistert und legte los.

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Da ich die Socken als Hausschuh-Ersatz tragen will, nahm ich Fleece als Material und nähte ich die Sohle doppelt mit Wollwalk. Außerdem änderte ich die Spitze etwas ab, so dass eindeutig ein linker und ein rechter Strumpf entstanden. Verziert mit einem Webband – fertig!Socken angezogen

Obwohl, noch nicht ganz. Wollwalk ist sehr rutschig und so behandelte ich die Sohlen noch mit Socken-Stopper. Das hat wirklich gut funktioniert!SockenstopMeine Mutter hat auch welche bekommen – allerdings ohne Stopper, da sie die Socken auch gern im Bett trägt. Ich bin gespannt, wie lange die Teile halten werden (teure gekaufte wetzen ziemlich schnell durch, finde ich) und versuche mich vielleicht noch an Versionen für Mann und Kind.

Recycelte Fleecejacke

Für kühlere Sommertage habe ich dem Kind eine Fleecejacke genäht. Irgendwann gehörte die einmal meiner Mitbewohnerin, dann mir, dann meiner Mutter und dann wurde sie aufgrund eines Brandlochs nicht mehr benutzt.
Nun ist sie verkleinert und ein bisschen kindgemäß aufgepeppt worden und passt super!Fleecejacke

Der Schnitt ist Schnabelinas Mini-JaWePu in Größe 80 mit Bündchen an den Ärmeln für längeres Mitwachsen und improvisierter Knopfleiste statt eines Reißverschlusses.
Ich habe nur den Kragen mit Jersey gefüttert, den ich auch für die Taschen verwendet habe. So sind die letzten Schnipsel von dem tollen Elefantenstoff optimal in Szene gesetzt worden! 😉Fleecejacke am Kind

Sommerhut

Bald geht es in den Urlaub und dieser Hut schützt das inzwischen robbende Kind nicht mehr ausreichend.
Deshalb habe ich ihm heute während seines Mittagsschlafs dieses Modell genäht:Sommerhut

Der Schnitt ist wieder von Schnabelina, dieses Mal der Sommerhut. Mit großem Schirm und großem Nackenschutz.
Die Bändel wollte ich eigentlich auch aus dem gestreiften Stoff nähen, habe aber vergessen, ein langes, zusammenhängendes Stück übrig zu lassen… und so habe ich sie aus fertigem Schrägband gemacht. Farblich finde ich das sehr schön!Kind in Sommerhut

Die Stoffe sind aus meiner Restekiste, ich wollte es hell und schlicht. Auch wenn die Bilder indoor aufgenommen wurden – wir haben den Hut heute auch schon draußen in der Sonne getestet. Das Kind ist vom Aufsetzen zwar nicht begeistert, aber hat auch keine Versuche unternommen, ihn sich wieder vom Kopf zu reißen. Sehr gut!
Und auch die Größe (KU 48) habe ich gut geschätzt (ich habe immer nur ans Messen gedacht, wenn der Kurze gerade geschlafen hat…), ohne Bändel wäre der Hut etwas zu groß. Durch die Raffung sieht er nun sehr süß aus und passt bestimmt noch den ganzen Sommer und vielleicht sogar noch nächstes Jahr.Kind in Sommerhut  Kind in Sommerhut

Verlinkt bei kiddikram.

Sommershirts

3 ShirtsSommer! Das Baby braucht (T-)Shirts! Alle drei sind nach dem von mir geliebten Raglan-Schnitt von Klimperklein in Größe 74.

Eines hat ganz kurze Ärmel und ist aus Streifenjersey vom Stoffmarkt und Elefanten (es wurde schon öfter getragen und gewaschen, aber noch nie gebügelt, ahem…).T-Shirt

Dann habe ich ein kaputtes T-Shirt vom Mann wiederverwertet. Farblich passen die Ärmel nicht 100%ig, aber ich finde es toll! Da der Stoff nicht mehr so dehnbar war, habe ich Vorder- und Hinterteil etwas breiter zugeschnitten und die Ärmel entsprechend angepasst.cooles T-ShirtBeatsteaks!Und schließlich wurde auch noch ein Oberteil von mir recycelt. Hierbei habe ich (neben dem Saum an Ärmeln und Unterkante, ich bin ja etwas faul 😉 ) die „Funktion“ beibehalten, dass man die Ärmel aufgekrempelt durch einen Knopf fixieren kann. Ich selbst habe das allerdings nie wirklich genutzt und bin gespannt, ob der neue Besitzer dies tun wird, hihi.Knopfärmel-Shirt

Body nach Schnabelina

Endlich habe ich mich getraut, einen Body zu nähen. Das gratis Schnittmuster von Schnabelinas Regenbogen Body hatte ich schon länger ausgedruckt, konnte aber nicht so recht glauben, dass es so einfach zu nähen sei, wie beschrieben.
Aber – Dank der wunderbaren Video-Anleitung – war es das tatsächlich!

Und hier ist er, mein erster Body:

Amerikanischer Ausschnitt

RegenbogenbodyAußer der Tatsache, dass ich einen der Druckknöpfe falsch herum angebracht habe (grrrr… aber es hält auch mit zwei Knöpfen gut ;)), finde ich ihn super. Er sitzt nicht zu eng, aber gut. Und das Kind hat in dieser Größe 74 noch etwas Spielraum, auch mit Stoffwindelpo.
Beim nächsten Mal werde ich das „Unterteil“ hinten etwas länger und dafür vorne etwas kürzer zuschneiden, weil dann das Zuknöpfen auf dem Wickeltisch hoffentlich einfacher ist. 😉 Unser Kind wird nämlich momentan gar nicht gern an- und ausgezogen.

Stern-BodyDen Stoff habe ich irgendwann einmal gekauft und finde ihn eigentlich gar nicht mehr so schön, aber als Body gefällt er mir doch sehr gut!

Buggy-Auflage selbst gemacht!

Der Mann hat auf dem Sperrmüll einen Buggy gefunden. Wie cool! Und das Kind findet ihn (im Gegensatz zum Kinderwagen) meistens gut. Supercool!

Leider sieht das gute Stück auch nach einer Putz- und Desinfektionssession noch etwas ranzig aus und auf dem Kunststoff schwitzt unser kleiner Mann auch sehr. Und so nahm ich Maß und nähte eine Baumwollauflage und einen Bügelschutz.Buggy mit Auflage

Die Inspirationen dazu bekam ich von hier. Die großen Knopflöcher verlangten mir echte Konzentration ab und sitzen sogar fast an den richtigen Stellen! Jippi!GurtlöcherTheoretisch kann die Auflage auch noch gewendet werden, dann sieht man Pünktchen:Buggy-AuflageOben habe ich eine Lasche drangenäht, die mit Klett am Buggy befestigt werden kann.LascheDen Stoff mit den Waldtieren mag ich so gern! Zwischen die beiden Baumwollstoffe habe ich zwei Lagen dicke Vlieseline gebügelt, dann das Ganze rechts auf rechts genäht, gewendet und abgesteppt.

Mit der Auflage bin ich wirklich zufrieden, der Bügelschutz hingegen ist reichlich stümperhaft… erst war er zu eng, dann sollte er per Reißverschluss geschlossen werden, durch den ist er jetzt jedoch weit genug und er ist als „Verschluss“ also gar nicht nötig…. ach, lassen wir das. 😉 Es sieht gut aus und schützt vor viel Gesabber und Essensresten – das ist, was zählt!

 

Sommerhosen

Es wurde heiß – von einem auf den anderen Tag! Und da fiel mir auf, dass ich in letzter Zeit nur Hosen aus Cord und Jeans für das Kindlein genäht habe. Viel zu warm! Nachdem der Kleine am ersten heißen Tag eine Pumphose in Größe 56 tragen musste, die bei ihm nun wie eine enge kurze Hose sitzt, wollte ich Abhilfe schaffen und nahm mir den Sommerhosenschnitt von Klimperklein vor (den gibts gratis hier).

Sommerhosen

In kürzester Zeit waren diese beiden leichten Hosen in Größe 74/80 (unglaublich…) genäht, eine aus einem alten Top und langen Bündchen und eine aus diesem tollen Elefantenjersey mit kürzeren Bündchen. Ich habe die Beine etwas verlängert, so dass diese eigentlich kürzer gedachten Hosen bis zu den Füßchen gehen, wenn man die Bündchen herunterzieht.

Hosenbein

Endlich habe ich auch einmal daran gedacht, kurze Webbandstückchen einzunähen, damit man sofort sieht, wo hinten ist.

Sommerhose   IMG_0377

Nun sind wir zumindest für die ersten Sommertage gerüstet! Aber da diese Hose so fix genäht ist und auch noch gut aussieht, werde ich wohl noch einige in verschiedenen Variationen (auch in kürzer!) nähen. Letztes Wochenende war hier Stoffmarkt und ich habe einige tolle gestreifte Jerseys erstanden… 🙂

Sommerhosen

Kind in Elefanten-Sommerhose

Wieder Raglan! Yeah!

Ich hatte es ja schon vorausgesehen, dass dieses Shirt nicht mein letztes nach dem Schnitt von Klimperklein sein würde und – voilà: Hier sind zwei weitere!2x Raglanshirt von Klimperklein

Das Blumige ist für unser Kind in Größe 74 mit leicht verlängerten Ärmeln und passt dank der Ärmelbündchen jetzt schon super und sicherlich noch einige Zeit. Das gestreifte Exemplar in Größe 92 ist für’s Patenkind.

Gestreiftes Raglanshirt

Ich habe mich bei beiden Shirts für die Langarm-Variante mit Ärmelbündchen und Knopfleiste entschieden, die finde ich einfach am schönsten. Die Knopfleiste habe ich dieses Mal komplett mit Vlieseline verstärkt, da ich einmal Kam Snaps verwenden wollte und das Patenkind schon selbst Knöpfe öffnen kann (was sicherlich auch mal stürmisch zugeht!).

Gestreiftes Raglanshirt

Beim Geblümten habe ich bei der Knopfleiste auch den braunen Bündchenstoff verwendet, womit ich sehr zufrieden bin. Die Knopfleisten habe ich im Gegensatz zur ersten Version abgesteppt; da bin ich mir nicht so sicher, wie ich das finde.

Geblümtes Raglanshirt Geblümtes Raglanshirt Geblümtes RaglanshirtDie Stoffe finde ich beide sehr schön und für Jungs gut geeignet – auf diese typischen Jungs-Stoffe stehe ich ja (noch?) nicht so… Streifen und Blumen gehen hingegen immer!

Kind in Raglanshirt

Ein schöneres Tragefoto gibt es leider gerade nicht, aber es steht dem Kind wirklich ausgezeichnet! 🙂

Stirnband und Schal für den Frühling!

Das Patenkind wünschte sich ein Stirnband und das brachte mich auf die Idee, die Reste von dem wunderschönen frühlingshaften Blumenstoff (vernäht hier) zu verwerten. Es kamen zwei Kombinationen aus Stirnband und „Schal“ dabei heraus – eins für das Patenkind und noch eins für unser Kind, weil ich es so schön fand. 🙂 Die Schnitte sind selbst ausgedacht, beide Teile kann man wenden, wenn man möchte.Stirnband und Schal

Da beide Stoffe Jersey sind, ist die Kombi wirklich nicht für kältere Zeiten geeignet. Wir nutzen diese „Schals“ auch als Ersatz für ein Sabber-Lätzchen, wenn gerade keins zur Hand ist. 🙂 Sehr praktisch!

Cordhose aus Cordhose

cordhoseJuhu! Das Kind wächst in die Länge! Und das heißt, ich darf wieder Hosen nähen, was ich sehr gerne tue (und ich mir auferlegt habe, nur Kleidung zu nähen, die wir auch „brauchen“).cordhoseHier habe ich eine alte Cordhose vom Mann verwendet und nach einem Schnitt aus der Ottobre 4/2012 schon zum zweiten Mal eine Crawl and Roll genäht. Diese passt wegen leichter Anpassungen (etwas weitere Beine und dehnbarere Bündchen) noch besser als das erste Modell und sieht dank Tasche auf dem Po und Flicken auf den Knien auch noch schicker aus. 🙂

cordhose cordhose cordhoseDas Bündchen am Bauch ist dieses Mal nicht ganz so lang (Bewegungsfreiheit!), die Beinbündchen aber wieder zum Mitwachsen.

Wildspitz Geldtaschen

Voller Bewunderung sah ich neulich ein selbstgenähtes, wunderschönes Portemonnaie bei einer Freundin. Natürlich wollte ich das sofort auch machen (und mir selbst beweisen, dass ich auch so kleine, genaue Dinge nähen kann). Ich bin keine Freundin großer Geldbörsen, da diese bei mir in die Hosen- oder Jackentasche passen müssen. Aber mir fielen sofort zwei liebe Menschen ein, denen ich mit so einem Teil eine Freude machen könnte. Und so sind diese beiden hier entstanden:Wlidspitz Jeans Wildspitz Cord

Das Schnittmuster „Wildspitz“ ist von hier und wirklich gut erklärt. Ich habe mich für die größere Standardversion entschieden, aber es gibt noch einige andere Möglichkeiten.

Wildspitz Jeans Wildspitz Jeans Wildspitz Jeans Wildspitz JeansDie Oberstoffe sind einmal eine alte Jeans und einmal Babycord, innen habe ich Baumwollstoffe vom Stoffmarkt verwendet.Wildspitz Cord Wildspitz Cord Wildspitz Cord

Auf Anraten oben genannter Freundin habe ich auch auf den Oberstoff Vlieseline gebügelt, damit er bei der Verwendung von Druckknöpfen oder Snaps nicht ausreißt.

Ich habe zwar länger gebraucht als die in der Anleitung angegebenen 2 Stunden, aber trotzdem weniger lange, als ich gedacht hatte. 🙂 Besonders gut fand ich, dass man nicht so viele Stoffstücke zuschneiden muss, weil die meisten Taschen durch Falten entstehen. Vielleicht nähe ich mir selbst auch bald noch eine kleine Version!

Mein „Yogakissen“!

Ich werde alt. Und seitdem wir ein Kind haben, spüre ich das immer deutlicher… Besonders, wenn ich mit eben diesem Kind auf dem Fußboden spielen möchte…. Knie! Bein! Kreislauf! 😉

In einem Eltern-Kind-Café hier gibt es gegen diese Beschwerden tolle kleine Sitzkissen (ich fand sie im Katalog bei Muddern, da hießen sie Yogakissen), deren Höhe zwar minimal ist, die aber das Aufstehen ohne Schmerzen im Bein deutlich erleichtern. Also war klar: Sowas will ich auch haben. Und zwar mit waschbarem Bezug (denn was mit Kindern zusammen auf dem Boden liegt, läuft Gefahr, schnell beschmutzt zu werden).

Auf die Schnelle fand ich kein Schnittmuster für meine Idee und so legte ich einfach los. Die Oberfläche hat einen Durchmesser von etwa 32 cm, die Höhe des Kissens beträgt 17 cm (diese Maße hatten die Kissen in Mudderns Katalog). Nach einigen Hürden wie Umfangsberechnung (peinlich, ich weiß…), Endlosreißverschluss und Paspelband habe ich nun dieses wunderbare neue Ding:

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Innen ist eine Version aus schlichtem Baumwollstoff, der Bezug besteht aus Leinen vom Stoffmarkt. Füllen wollte ich das Kissen eigentlich mit Dinkelspelz, hatte aber noch so kleine Styroporkügelchen, die ich jetzt erst einmal verwendet habe.

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Das Einnähen vom Paspelband ist noch verbesserungswürdig. Öffnen kann man den Bezug nahe des unteren Randes mit einem Reißverschluss, der etwa so lang ist wie der halbe Umfang.

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Das Kind mag das Kissen übrigens auch ohne sitzende Mutter drauf, weil es so leicht ist und sich gut herumschleudern lässt!

Raglan, Raglan, Raglan macht mir Spaß!

Raglanshirt Gr. 62Letzten Sommer habe ich dieses Raglagshirt aus der Ottobre 4/2013 in Größe 62 genäht und finde den Schnitt super. Aber erstens ist der Knopf… ääh… verbesserungswürdig und außerdem wird es dem Kind nun zu klein und so sollte Ersatz her.

Mit dem gleichen Schnitt nähte ich aus wunderschönem Stoff in Größe 68 dieses Shirt:Blumiges Raglanshirt Gr. 68Aber auch hier war die Sache mit dem Knopf schwierig, weil ich einen Druckknopf wollte und die Überlappung der Bündchen an der betreffenden Stelle so dick ist… argh. Und dieses Exemplar überzeugt mich auch von der Passform nicht so sehr. Irgendwie sind die Ärmel lang und der Halsausschnitt weit. Irgendwas habe ich wohl falsch/ungenau gemacht. Kurzum: Mein Bedürfnis nach einem tollen Raglanshirt für den Frühling war noch nicht gestillt!

Und so investierte ich in den Schnitt für ein Raglanshirt von Klimperklein, weil er eine detaillierte Anleitung für eine Knopfleiste versprach und ich mir erhoffte, mein Knopf-Problem so lösen zu können. 🙂 Und, was soll ich sagen – es ist wunderbar geworden!! Birniges Raglanshirt Gr. 68 KnopfleisteDem Kind passt es wie angegossen. Und die Knopfleiste ist ein Traum! Die Anleitung war so leicht verständlich und kleinschrittig, dass alles zu meiner Zufriedenheit geworden ist. Birniges RaglanshirtJetzt muss ich es nur noch hinkriegen, den Schnitt in Größe 164 für Damen umzubasteln, denn ich will auch so eins!

Frühlingshut!!

Die Zeit der Wollpullover und dicken Mützen ist vorbei und das Kind brauchte dringend einen Sonnenhut! Bei Schnabelina fand ich einen süßen Schnitt und habe ihn gleich mit meinen Stoffmarkt-Errungenschaften ausprobiert.

Sonnenhut Sonnenhut

Ich habe die Variante mit schmaler Krempe gewählt, da unser Kind ja noch viel im Wagen liegt und noch nicht herumläuft/-krabbelt. Im Sommer werde ich dann wohl noch einen mit breiter Krempe nähen, wenn gekrabbelt wird. Besonders cool finde ich das hinten eingenähte Gummiband (Anleitung von hier). Damit sitzt der Hut perfekt. Außerdem kann er gewendet werden. Getragen sieht er so aus:

Kind mit Sonnenhut

Ich habe mich ja etwas gegruselt, weil in der Anleitung zum GANZ GENAUEN Nähen aufgerufen wird (was nicht so meine Stärke ist…). Ich habe mich bemüht und nur die Krempe sitzt nun ein bisschen asymmetrisch, was jedoch nicht weiter auffällt. 🙂

Nützliches Zubehör

Schon vor der Geburt vom Kind wollte ich mir eine Windeltasche nähen. Das wurde dann immer wieder verschoben und vergessen, bis mir vor einer Bahnreise wieder einfiel, wie praktisch so eine Tasche im Zug doch wäre. Mithilfe von Schnabelina habe ich dann dies zustande gebracht:

Windeltasche Windeltasche

Auf dem Foto ist sie mit Wegwerfwindeln gefüllt, es passen jedoch stattdessen auch zwei bis drei Stoffwindeln hinein. Besonders praktisch sind die Creme-Halterungen in der Mitte. Ich benutze zwar keine Creme, aber Nasentropfen und Engelwurzbalsam für das erkältete Kind passten wunderbar hinein.

Ebenfalls schon länger stand ein „Sabberschutz“ für unsere Tragehilfe. Wie wahrscheinlich die meisten Traglinge saugt, lutscht und nagt das Kind sehr gern an den Trägern, die schon ein bisschen unappetitlich aussehen. Aus einer alten wasserdichten Moltonunterlage, Stoffresten und Klettverschluss habe ich dies zustande gebracht:

Sabberschutz Sabberschutz

Sabberschutz
So sehen sie dann befestigt aus.
Bei Bedarf können die Dinger nun gewaschen werden, ohne dass die ganze Trage in die Waschmaschine muss. Gefällt mir sehr gut! 🙂

Im Taschenwahn

Ich habe meine erste Tasche genäht. Und dann noch eine und noch eine und noch eine… das macht Spaß!

Da ich eine Leinen-Einkaufstaschen-Nutzerin bin, habe ich mit der RatzFatzTasche von Farbenmix begonnen und festgestellt, dass man mit wenig Aufwand sehr schöne Einkaufstaschen nähen kann.

Meine erste Einkaufstasche     Meine erste Einkaufstasche

Mehr Einkaufstaschen   Mehr Einkaufstaschen

Als „Rahmung“ habe ich dunkelbraunen Cord gewählt und für Mittelteile,  Futter und Tragegriffe Reste verwertet, die ich noch von IKEA und einem Stoffmarkt-Stoff hatte. Durch die Webbänder kommt noch etwas Farbe dazu.

Nach drei RatzFatzTaschen habe ich mich dann an einen neuen Schnitt gewagt, die Tasche von Gretelies. Mit Einkräuseln und Knopfloch! Und es hat geklappt! Bei der Stoffwahl war ich nicht so kreativ, aber es ging ja auch erst einmal ums Ausprobieren.

Gretelies Tasche   Gretelies Tasche

Das waren sicherlich nicht die letzten Taschen! 🙂 Jetzt stehen allerdings erst einmal Sommersachen für das Kind auf dem Programm… bei dem Wetter! Juhu!

Die erste Jeans…

Die erste Jeans!

… ist etwas ganz Besonderes. Und diese ist es sogar in zweierlei Hinsicht: Sie ist die erste im Besitz des Kindes und die erste von mir genähte. Bei so viel Prämieren-Charakter ist es ein guter Ausgleich, dass sie noch vor ein paar Monaten den Körper vom Vater des Kindes zierte, jedoch aufgrund von Löchern an den falschen Stellen aussortiert wurde. Der Schnitt ist aus der Ottobre 4/2012 und macht seinem Namen Crawl and Roll alle Ehre, selbst der Stoffwindelpo hat viel Platz und keinerlei Bewegungsaktivitäten werden durch dieses Kleidungsstück verhindert. Und in ihm hat sich das Kind heute wirklich zum ersten mal gedreht!

von hinten... noch hat das Kind reichlich Platz in ihr

Die Bündchen sind länger als im Schnittmuster angegeben und können so umgeschlagen werden und „mitwachsen“.

Wickeljäckchen

Dann habe ich noch dieses tolle Wickeljäckchen aus der Ottobre 1/2014 genäht – hauptsächlich, weil ich so cool fand, dass es nur aus einem Stück Stoff besteht. Und es ist schöner geworden, als ich dachte! Die vier Druckknöpfe auf der Brust verleihen dem einfachen Ding irgendwie etwas Schickes, finde ich.

Krokodile!       von hinten

Komplett im neuen OutfitBeide Kleidungsstücke sind in Größe 68 und passen jetzt sehr gut. Ich hoffe, dass auch das Oberteil zumindest noch den Frühling über passt! Sonst muss ich wohl noch so eins nähen… 🙂

 

Ob’s wohl nochmal kalt wird?

Zwergenmütze

Wenn nicht: Wunderbar! Ich liebe den Frühling!

Zwergenmütze
Winter-Zwergenmütze
Schnitt: Schnabelina
Stoffe: dünner Wollwalk außen, Jersey innen, Bündchen
Größe: 44

Wenn doch: Auch nicht schlimm. Denn die Nähmaschine funktioniert wieder 🙂 und ich habe in der letzten Woche all die während der Näh-Abstinenz zugeschnittenen Dinge genäht, was vor allem Wintersachen für das Kind sind.

Die Zwergenmütze von Schnabelina finde ich so süß! Die rosa Äpfelchen mögen einigen vielleicht zu mädchenhaft erscheinen, aber sie stehen unserem Söhnchen sehr gut. 🙂 Die Videoanleitung für die Wendevariante ist super!

Wendemütze Stars and Stripes ;)
Wendemütze für mich aus Jersey
Größe 55 glaube ich, das ist etwas groß aber ok! Und man kann diese Mütze wunderbar unterm Fahrradhelm tragen, da sie dünn ist und auch Ohren und Wangen bedeckt.

Weil es so schnell geht und ich gern schnelle Erfolgserlebnisse habe, gab es noch mehr Mützen. Wendemützen von hier,

Wendemütze
Wendemütze aus Jersey für das Kind. Noch etwas groß, aber bestimmt auch im Frühling gut tragbar.

leicht modifiziert (kürzere „Ohrenwärmer“), eine für mich und eine für’s Kind, und eine Mütze mit Ohren und zwei verschiedenen Seiten aus der Ottobre 1/2012.

wpid-IMG_20140215_154826.jpg            Mütze mit Ohren

Durch die Resultate motiviert, habe ich mich dann auch an ein schwierigeres Projekt gewagt: eine Winterjacke aus Wollwalk mit Jersey gefüttert. Nichts Aufregendes, aber eben eine Winterjacke! Der Schnitt ist aus der Ottobre 4/2012 und eigentlich für eine Jacke (oder Sweat?) aus Jersey. Ich habe lange überlegt, ob ich einen Reißverschluss oder Druckknöpfe oder andere Knöpfe oder… anbringen soll und habe mich schließlich dafür entschieden, sie offen zu lassen. Zumindest in diesem „Winter“ wird das Kind draußen in der Trage sein – da bleibt die Jacke ohnehin offen – oder im Kinderwagen oder Fahrradanhänger liegen – wo es zusätzlich zugedeckt ist. Bis auf die Ärmel (irgendwas falsch zugeschnitten und deshalb etwas eng) ist die Jacke super geworden, wie ich finde!  Ein Stück Webband zum Aufhängen habe ich außen angebracht, damit es innen nicht am Hals kratzt.

Winterjacke
Winterjacke
Schnitt: Ottobre 4/2012
Stoff: Wollwalk mit Elastananteil, Jersey, Bündchen
Größe: 68

Winterjacke   

Ach, fast hätte ich’s vergessen, einen „Schal“ (oder ist das sowas, das man Halssocke nennt?) habe ich dem Kind auch noch genäht. Zum über-den-Kopf-ziehen aus Fleece und Jersey, damit der Nacken in der Trage warm bleibt. Er ist oft im Einsatz und wurde auch schon liebevoll eingespeichelt und angespuckt.

Schal

 

Was Schönes zum Schlafen

Da die ausgeliehenen Baby-Schlafanzüge in Größe 56 zu klein wurden und wir mit den gängigen Größen von Einteilern nicht gut klarkommen (großer Stoffwindelpo -> verhältnismäßig langer, dicker Rumpf und kurze Beine), habe ich im (schon im Dezember) Schlafbekleidung für’s Kind genäht.

Löwen-Schlafanzug
Löwen-Schlafanzug
Schnitt: Ottobre 6/2013
Größe: 68
Stoff usw: Interlock, Bündchen, Druckknöpfe Prym Jersey
Leider habe ich den ersten Druckknopf am linken Bein falsch herum dran genietet… Funktioniert trotzdem. 🙂

Die Schnittmuster sind beide aus der Ottobre 6/2013 und in Größe 68. Die war zwar im Dezember noch etwas groß, aber der Windelpo passt gut rein und die Beine sind auch nicht zu lang, da sie keine Füße haben und man sie durch die Bündchen gut „stauchen“ kann. Den Schlafsack habe ich um ca. 10 cm verlängert, so gibt’s mehr Platz zum wilden Strampeln.

Apfel-Schlafanzug
Apfel-Schlafanzug
Schnitt: Ottobre 6/2013
Größe: 68
Stoff: Jersey und Bündchen
Hier habe ich statt Druckknöpfen Kam Snaps verwendet, weil ich die Farbkombination schön fand. Man muss besonders an den Beinen aber aufpassen, das man beim Öffnen den Stoff nicht beschädigt.
Schlafsack
Schlafsack
Schnitt: Ottobre 6/2013
Größe: 68 (um ca 10 cm verlängert)
Stoff usw: innen angerauhter Sweat, Bündchen, unsichtbarer Reißverschluss (der bei mir jedoch nicht unsichtbar ist, ups), Druckknöpfe Prym Mini

Bei dem Schlafsack habe ich endlich mal daran gedacht, im Nacken eine Schlaufe aus Webband einzunähen, damit er problemlos aufgehängt werden kann. Sowas sollten meiner Meinung nach alle Kleidungsstücke haben! 🙂

Und der Reißverschluss ist zwar nicht unsichtbar, aber dafür, dass er mein allererster Reißverschluss war, doch recht gut geworden, finde ich!

Theaterpädagogische Gewaltprävention in der Schule

Immer wieder wird in den Medien von Gewalt an Schulen berichtet. Hierbei erstreckt sich die Spannbreite von Übergriffen unter Schülerinnen1 mit leichten Verletzungen bis hin zu Amokläufen mit vielen Todesopfern. Häufig werden solche Ereignisse in den Medien skandalisiert und ein gewisser Voyeurismus der Öffentlichkeit ist nicht immer auszuschließen (vgl. Schubarth 2013, 9f). Dennoch ist Gewalt an Schulen ein ernstzunehmendes Thema dem angemessen begegnet werden muss.

 

Ein Ansatz um dieser Gewalt zu begegnen scheinen Gewaltpräventionsworkshops zu sein. Sucht man bei Google nach „Gewaltprävention“ erhält man ca. 825.000 Ergebnisse. Unter den ersten dieser Ergebnisse finden sich viele Angebote für Schulen. Ich selbst arbeite seit ca. eineinhalb Jahren bei einem theaterpädagogischen Gewaltpräventionsworkshop mit. Dieser wird sowohl von Schülerinnen wie auch von Lehrerinnen als sehr positiv bewertet. Nun stellt sich mir aber die Frage, ist Theaterpädagogik das Richtige Medium für eine funktionierende Gewaltprävention beziehungsweise kann Theaterpädagogik, mit der Gewaltprävention betrieben wird, überhaupt als Theaterpädagogik bezeichnen werden.

Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, kann gerne meine Thesis dazu lesen. Diese habe ich im Rahmen meines Studiums verfasst und vielleicht kann ja die eine oder der andere etwas damit anfangen.

Die letzten Etappen

PuffinNachdem wir am Seljalandfoss und seinen kleinen Wasserfallgeschwistern bei bestem Sommerwetter einen chillout-Tag genossen hatten, brachen wir durch ein ausgiebiges Frühstück gestärkt am Sonntag Morgen auf, um eine der letzten Etappen Richtung Reykjavík zu bewältigen. Jedoch wurden aus den geplanten 60 bis 80km lediglich 18… Aber keine Sorge, weder technische noch gesundheitliche Probleme waren der Grund dafür. Als wir ca. 3km auf der Ringstraße gegen den Wind geradelt waren, kamen wir an ein Schild, welches uns anzeigte, dass der Weg zur Fähre nach Heimaey, der Hauptinsel der Vestmannaeyjar (Westmänner Inseln), 12km weit sei – und auf dieser Strecke hätten wir Rückenwind. Mit dem Wissen, dass der Wind am Montag drehen sollte, entschlossen wir uns für diesen Abstecher. „Die letzten Etappen“ weiterlesen